Die Küche in der Küche

Unser Sohn findet Kochen ziemlich gut, das wurde uns schnell klar.  Allein am Herd zu stehen, war für uns nicht mehr möglich. Immer musste er auf den Arm, immer musste er in jeden Topf gucken. Umrühren wurde irgendwann ebenso Pflicht. „Ooook, aber aufpassen, das ist heiß“ wurde zum häufigsten Satz in der Küche. „Heißßßßß“ war dann auch eines seiner ersten Worte.

Die Lösung

Was also tun, wenn man wieder zwei Hände zum Kochen haben will? Eine Kinderküche kaufen! Bubu war 15 Monate alt, als meine Frau kurzentschlossen eine Küche gekauft und ich sie fluchend aufgebaut habe. Unsere Küche ist nämlich von IKEA. Aber es gibt eine riesige Auswahl, falls es noch ein bisschen individueller sein soll. Hauptsache, das gute Stück ist stabil.

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Einmal Ordnung – fürs Foto.

Zubehör für die Küche in Form von Kochutensilien, Lebensmitteln aus Holz und Plastik gibt es in Unmengen. Wie immer gilt: nichts ist so gut wie das Original. Bubu bedient sich am liebsten in der richtigen Küche. Manchmal müssen wir aufpassen, dass wir noch genügend Töpfe für unser Essen haben. Quirle, Mixerutensilien und Pfeffermühle oder Salzstreuer verschwinden gerne im Nirwana zwischen Holzeiern und Holzkuchen.

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Eier, wir brauchen Eier.

Der richtige Platz

Die allerbeste Idee und meine Empfehlung ist aber, die Küche in der eigenen Küche aufzubauen. Das hat so viele Vorteile:

  • Bubu kann immer um uns herum wuseln und wir können auch beim Kochen recht entspannt in einem Raum sein.
  • Bubu kann direkt nachmachen, was er beobachtet. Wenn meine Frau die Eier für Pancakes aufschlägt, kann man sicher sein dass wenig später eine Schüssel und eine Gabel hermüssen, um unter riesigem Krawall die Holzeier zu Eischnee zu verarbeiten.
  • Wir haben mehr Freiraum, um entspannter zu kochen. Wer einmal mit einem 13kg Brocken auf dem Arm versucht hat, Nudeln abzugießen, weiß wovon ich spreche.
  • Wenn Bubu schon eher aufsteht vom Esstisch als wir, dann kann er in der Küche spielen, ohne dass sich die gemeinsame Familiensituation gleich auflöst. Meist bringt er dann noch ein Stück Kuchen als Nachtisch – yummy!
  • Wenn man etwas sucht, was nur in der Mini-Küche sein kann, dann ist es nur einen Schritt entfernt 🙂
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Die Küche in der Küche.

Sicherheit vs. Spielfreude

Die Sicherheitsempfehlung für die meisten Küchen lautet, dass die Kinder älter als drei Jahre sein sollten. Dies liegt meist an verschluckbaren Teilen.

Wir sind zumindest über die Phase des Alles-in-den-Mund-nehmen-Müssens hinaus. Es fällt mir allerdings auch nichts ein, was er verschlucken könnte. Für so ein halbes Holz-Ei müsste er sich ganz schön anstrengen.

Bubu hat seine Küche mit 15 Monaten bekommen. Im Endeffekt war das genau der richtige Moment. Er hat vom ersten Tag an ausdauernd damit gespielt. Einzige Voraussetzung: das Kind muss sicher stehen können, damit es sich nicht ständig an der Küche einhaut. Klar ist, dass verschluckbare Kleinteile entfernt werden sollten, wenn es welche gibt und das aus Eurer Sicht noch problematisch ist.

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Der Hort der Glückseligkeit.

Und bei Euch?

Wie findet Ihr den Küche in der Küche Ansatz? Ist Euch das zuviel Spielzeug in allen Räumen? Oder denkt ihr, das macht Sinn?

2 thoughts on “Die Küche in der Küche

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