Israel – Tipps für Tel Aviv mit Kind

Ich habe ein paar Tipps für Reisen nach Tel Aviv mit Kind zusammengetragen. Grundsätzlich gilt: Tel Aviv ist nicht günstig. Übernachten und Essen gehen, im Supermarkt einkaufen oder einfach nur ein kaltes Bier – alles ist teurer als in Berlin. Es gilt aber auch: am Strand ist das Leben einfach besser.

Übernachten

Wir haben bisher beide Male in AirBnb-Wohnungen übernachtet. Hotels sind noch ein Stück teurer und bieten gerade mit kleinen Kindern nicht die notwendige Flexibilität. Bei Ferienwohnungen gibt es eine riesige Auswahl in allen Preislagen. Viele sind kinderfreundlich und vermieten Hochstuhl und Babybett gleich mit.

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Unsere Wohnung in Tel Aviv

Wir haben etwas gesucht, was nah zum Strand, nah zum Markt und nah zur Innenstadt liegt. Einen Tag vor dem Abflug haben wir angefangen zu suchen und eine wunderbare Wohnung gefunden. Terrasse, riesige Wohnküche und zwei Schlafzimmer. Die Lage ist perfekt: 3 min zu Fuß zum Strand, 3 min zu Fuß zum Carmel Market.

Spielplätze

Spielplätze gibt es ziemlich viele, zwei davon haben wir sogar direkt am Strand entdeckt. Gordon Beach und der Gay Beach haben direkt im Sand Schaukeln, ein Klettergerüst und eine Rutsche installiert.

Im Park HaKovshim Garden gibt es eine große Wiese zum tollen und ebenfalls zwei Spielplätze – einen für die kleinen Kinder wie Bubu und einen für die größeren.

Der beste Spielplatz war auf der Sheinkin Street zu finden. Riesig groß, durch Sonnensegel geschützt und vor allem beleuchtet. So ist es auch kein Problem, halb sieben abends im Dezember noch eine Stunde auf den Spielplatz zu gehen, auch wenn die Sonne schon zwei Stunden untergegangen ist.

Fast genau so schön und mit den gleichen Vorzügen ist der Spielplatz im Meir Garden ausgestattet. Dort gibt es nebendran noch Basketball- und Bolzplatz und eine Outdoor-Fitness-Zone, wie an so vielen Stellen in Tel Aviv.

Am Old Port, dem alten Hafen von Tel Aviv, gibt es ein großes Kinderkarussell. Wie ihr Euer Kind da wieder weg bekommt? Keine Ahnung!

Strand

Es gibt offiziell acht verschiedene Strände an der „Tel Aviv Beachfront“ und da dürfte für jeden etwas dabei sein. Es gibt Abschnitte, die für Wassersport reserviert sind, es gibt Abschnitte zum Baden. Der religiöse Strand, der mit Mauern vor Blicken der Fussgänger auf der Promenade geschützt ist, liegt ganz in der Nähe des „Gay Beach“ mit seinen Regenbogenfahnen.

Egal an welchen Strand man geht, der Sand ist fein, das Wasser warm genug zum Baden (im Dezember sind es gerade 21 Grad Wassertemperatur) und es gibt überall Möglichkeiten zum Duschen und Füsse waschen. An vielen Stränden sind feste Pavillons installiert, die Schatten spenden und selbst in der Nebensaison können an manchen Stellen Liegen gemietet werden.

Einkaufen

Die meisten Sachen haben wir auf der Sheinkin Street oder in den umliegenden kleinen Straßen gekauft. Besonders empfehlenswert hier ist das Marock, ein sehr kleiner Laden zweier emigrierter Franzosen mit handgemachtem Schmuck und einem Feigen-Duft, den man nicht mehr vergisst.

Sneaker und eher alternativere Läden gibt es auf der Bograshov Street. Auf der Ditzengoff Street sind israelische Labels und kleinere Boutiquen zu finden.

Essen

Zum Essen gehen in Tel Aviv könnte ich wahrscheinlich einen eigenen Blog schreiben. Die Vielfältigkeit und Geschmacksintensität der Küche ist der Wahnsinn. Fleischliebhaber, Fischfreunde aber auch Veganer kommen hier voll auf ihre Kosten. In jedem Restaurant in dem wir waren, gab es vegane Gerichte – wann immer ich etwas probiert habe, war es fantastisch.

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Frühstück im Benedict.

Ich versuche mich kurz zu halten und nur über Läden zu schreiben, in denen wir selbst gegessen haben. Alle Restaurants haben Hochstühle und sind bestens auf Kinder eingestellt.

  • Orna and Ella (Sheinkin Street) – ein sehr gutes und nicht ganz billiges Restaurant, welches mit sehr interessanten Kreationen überrascht. Frühstück, Mittag- und Abendessen. Reservieren oder früh da sein!
  • Amalia (Am Eingang zum Carmel Market) – gemütlich, schöne Terrasse und sehr kinderfreundlich. Zum Kindermenü gibt es noch ein Geschenk obendrauf. Gratisschnaps zur Begrüßung und zur Rechnung.
  • Benedict (Rothschild Boulevard) – die Mutter aller Frühstücksrestaurants. Der Ableger in Berlin zählt zu unseren Lieblingen, das Original kann noch mehr. Eier in jeder erdenklichen Form, Kichererbsenpfannkuchen und: Cocktails zum Frühstück. 24h Frühstück.
  • Bezzo Pizza (Zrubavel Street) – nah am Strand, gute Pizza und Salate. Hier geht es schnell und einfach, trotzdem sehr lecker.
  • Manta Ray (Promenade nach Jaffa) – herrliche Lage am Strand. Gutes Frühstück mit Meeresrauschen im Ohr, unbedingt auf der Terrasse sitzen. Die Mezze zum Frühstück, pochierte Eier auf Rucolasalat oder die riesigen Pancakes sind zu empfehlen.
  • Le Moulin – Mandelcroissants gefüllt mit Pudding und der beste Kaffee der Stadt, noch dazu ziemlich günstig für israelische Verhältnisse. Ein Traum!
  • Hashomer 1 – Imbiss mitten auf dem Carmel Market. Großartiger Kebab mit scharfer Sauce, gebackener Blumenkohl und Gin-Tonic. Keine Hochstühle – aber perfekt zum mitnehmen!
  • Die namenlose (ich kann kein Hebräisch) Bäckerei an der Ecke Allenby/ Gruzenberg Street steht stellvertretend für so viele kleine Bäckereien und Patisserien (der Übergang ist fließend), die herrliche süße und/oder salzige Teilchen verkaufen.

Noch zwei Minitipps:

  • In jedem Eisladen, den wir besucht haben, gab es eine zuckerfreie Variante – immer dunkle Schokolade. Bubu hat es geliebt. seine Klamotten weniger.
  • Falls am Shabbat mal nichts zum Essen im Haus ist und die wenigen geöffneten Restaurants alle voll sind: die Supermarktkette am:pm hat durchgängig geöffnet.

Rumkommen

Tel Aviv ist nicht so riesig. Selbst mit Kinderwagen kann man fast alle Wege erlaufen. Falls es mal nach Jaffa oder in Richtung Norden zum alten Hafen gehen soll, lohnt es sich, ein Fahrrad auszuleihen. Alternativ gibt es ein dichtes Busliniennetz.

Auto fahren in Tel Aviv halte ich für eine blödsinnige Idee, es sei denn man fährt nur am Shabbat, wenn alle anderen das Auto stehen lassen. Sonst ist eigentlich immer und überall Stau.

Hab ich was vergessen?

Habt ihr Fragen oder habe ich was vergessen? Schreibt mir in den Kommentaren oder eine Nachricht, wenn ihr noch etwas wissen wollt.

8 thoughts on “Israel – Tipps für Tel Aviv mit Kind

      1. Hallo Falk, danke für die guten Tipps. Wirklich sehr hilfreich. Mich würde ebenfalls noch interessieren, wie die Wohnung hieß bzw. falls du Kontaktdaten hast, wäre es perfekt.

  1. Hallo, wirklich toll zusammenfasst. Wäre auch dankbar wenn du mir die Info bezüglich Wohnung zukommen lassen könntest. Vielen Dank u Grüße Stefan

  2. Hallo,
    Wir planen mit unseren beiden Kindern derzeit auch einen Urlaub in gel Aviv, da hat mich dein Bericht sehr angesprochenen, danke dafür!
    Auch ich würde mich über den Namen der Wohnung freuen!

    Vielen Dank und viele Grüße aus Berlin nach Berlin!
    Anne

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