Zwei Jahre alles anders

Am Wochenende haben wir Geburtstag gefeiert. Schon zum zweiten Mal. Kaum zu glauben, dass es schon wieder soweit war.

Wieder haben wir keine Einladungen gebastelt, sondern per Whatsapp eingeladen. Was gekocht und gebacken wird, haben wir kurzfristig zusammen gewürfelt und der Abend vorm Geburtstag war dann auch ein bisschen chaotisch und hat nicht ganz ausgereicht. Aber zum Glück ist auf Eltern Verlass – keiner war überpünktlich. Sonst hätten wir mit Staubsauger und Mixer in Jogginghosen vor den Gästen gestanden und alles auf die Zeitumstellung schieben müssen.

Und wie war es dann? Herrlich war es. Kein Hochglanz, kein Instaglamour, keine farbliche Abstimmung von Deko, Tellern und Kuchenglasur – ja nicht einmal Glasur gab es. Dafür entspannte Eltern, glückliche Kinder und wenig Stress.

Wir haben ab neun eingeladen und so kam jeder, wie es ihm grad passte. Es war nie zu voll oder zuviel und am Nachmittag war alles wieder so ruhig wie zuvor, der Geschirrspüler klapperte vor sich hin und die letzten Kuchenkrümel schwebten im Sonnenlicht über die Dielen. Ich mag dieses Konzept eines Kindergeburtstags sehr, kein Motto und keine festen Zeiten.

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Augen zu und durch?

Zugleich war es ganz wunderbar, am Nachmittag einfach Zeit mit Bubu zu haben, den haben wir nämlich am Vormittag fast nicht gesehen. Immer wuselte er wild durch die Wohnung, zeigte seinen Freunden sein Abenteuerbett oder seine Spielzeuge und musste natürlich auch den erwachsenen Gästen erklären, wer hier heute eigentlich Geburtstag hat.

Und so ist schon wieder ein Jahr vergangen. Für mich persönlich ging diese zweite Jahr sogar noch schneller um, als das Jahr davor. Klar, in diesem Jahr gab es keine Elternzeit. Es gab keine ewig langen Urlaube und viel Alltag. Trotzdem war es ein ganz wundervolles Jahr. Vom Schwanken zum festen Gang, von Brabbeleien zu einem nicht versiegenden Wortschwall und von ein paar gesummten Tönen zu lauthals geschmetterten Liedern hat sich dieser kleine Mensch in einen Jungen verwandelt.

Das letzte Jahr hat uns als Eltern, die beide voll arbeiten, sicher manches Mal an Grenzen gebracht. Ich möchte die Erfahrung aber nicht missen, ich empfinde es als großes Privileg, Vater sein zu können und gleichzeitig etwas spannendes zu machen, mich auszuprobieren und eben nicht ausschließlich „Ernährer“ der Familie zu sein. Immer wieder lernen, ausprobieren, sich weiterentwickeln – mit Kind, und gerade deshalb manchmal auch ohne Kind, das ist bei uns gerade das Motto.

Welcher Kindergeburtstagstyp seit ihr denn? Eher #teamperfektion oder #teamkreativeschaos?

Bald stehen ja schon die nächsten Feierlichkeiten an. Wir feiern in großer Familienrunde Opas Geburtstag und Ostern auf ein mal. Habt ein schönes Osterfest und eine gute Zeit,

Euer Falk

2 thoughts on “Zwei Jahre alles anders

  1. wenn es dann ein richtiger Kindergeburtstag wird…da bin ich dann eher froh wenn es feste Zeiten sind…und nicht jeder über den Tag reingetrudelt kommt

    1. Wir haben den Deckel auch draufgemacht und ab zwei auf Mittagsschlaf gehofft, war natürlich nix 🙂

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