Das Leben fließt dahin.

Es war ruhig hier in den letzten Tagen. Das hat ganz unterschiedliche Gründe. Meine Frau war eine Woche auf Reisen, ich selbst hab in der Zeit Urlaub gemacht und mich ein bisschen entspannt, Ostern war ja irgendwie auch noch und das schöne Wetter, das natürlich völlig unerwartet kam, hat geänderte Prioritäten verlangt.

Zu Ostern waren wir zurück in meiner Heimat und haben ein paar schöne Tage bei meinen Eltern verbracht. Meine Schwester kam mitsamt Mann und Kindern ebenfalls und so waren es trubelige Tage zu neunt in einer Wohnung, in der sonst zwei wohnen.

Oma und Opa haben sich aufopferungsvoll um die Enkel gekümmert, eine Schlacht, die nur verloren werden kann 🙂 – ich hab ein paar Ausflugsziele für Kinder kennengelernt, die ich noch nicht kannte und Euch in den nächsten Tagen vorstellen werde. Kann ja durchaus sein, dass es mal jemanden in die Sächsische Schweiz verschlägt.

Zum Ostermontag waren wir wieder zuhause. Meine Frau packte den Koffer neu, Bubu packte seine letzten Geburtstagsgeschenke aus und baute die große Eisenbahn auf. Ich hab noch ein paar Tage frei gehabt und ja schon angekündigt, dass ich mal schauen würde, ob ich nicht ein bisschen ausspannen könnte.

Ok, es war eher ein produktives Entspannen. Wir haben drei Tage den Maler im Haus gehabt, der Garten wurde aus der Winterstarre befreit, ein paar Weichen für die Zukunft gestellt, der Balkon entrümpelt – ach und Bubu, der war ja auch noch da.

Wir sind momentan in einer ganz wunderbaren Phase gelandet. Bubu schläft regelmäßig durch – zumindest solange man es niemandem erzählt und sich öffentlich drüber freut.

Er hat immer gute Laune und versprüht so viel Freude, Energie und Liebe, dass er mich täglich damit ansteckt. Der Wortschatz wird größer, die Sätze werden länger, die Forderungen abenteuerlicher. Wer bei 3 Grad Kälte schon vor neun Uhr morgens etwa 100 mal die Forderung nach Eis abgelehnt hat, weiß was ich meine.

Gleichzeitig wird er noch selbständiger und kümmert sich einfach mal 20 min ganz allein. Es beginnt wohl eine Zeit, in der ich tatsächlich tagsüber, in Gegenwart eines Kindes, ein wenig lesen kann. Wer mich und meinen Büchervorrat kennt, kann sich vorstellen, wie gut sich das anfühlt.

Klar gibt es Tage, an denen Bubu regelmäßig in die Luft geht und seinem Trotz freien Lauf lässt. Meist steckt aber etwas dahinter, und mit Müdigkeit und Hunger sind auch schon 90% der Explosionen erklärt.

Was wollte ich Euch eigentlich erzählen? Es geht uns gut. Wir genießen den Frühling. Es gibt immer noch vieles zu ändern und zu verbessern, damit mehr Kinder ihre Väter öfter zu Gesicht bekommen, und ich komme drauf zurück – versprochen. Aber in den letzten beiden Wochen wurde einfach nur das Leben genossen.

Wie ist es Euch über Ostern ergangen? Habt ihr so richtig Ferien gemacht und eine Kita- oder schulfreie Zeit überbrückt?

Liebe Grüße, Euer Falk

PS: Habt ihr Lust auf ein Papamachtsachen-Offline-Event in Berlin? Einen Abend, an dem man sich einfach mal trifft und austauscht, ein Bier trinkt und ein paar persönliche Kontakte knüpft? Falls ja – gebt mir doch kurz Bescheid, dann machen wir das!

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