Kein Schlaf in Sicht.

Es war ruhig in den letzten Tagen und Wochen auf dem Blog. Es ist leicht zu erklären, warum das so ist. Zum einen nimmt mich die Arbeit wieder mehr in Beschlag, ich muss reisen, mehrere parallele neue Projekten brauchen viel Aufmerksamkeit. Zum anderen ist da noch das schöne Wetter, welches uns jede freie Minute draußen verbringen lässt. Und dann ist da noch der Schlaf, oder besser: der Mangel an Schlaf.

Manch einer erinnert sich vielleicht noch an den folgenden Post bei Facebook.

Als hätte ich es beschrien, ist seitdem der Schlafmangel zurück. In vielerlei Hinsicht. Tagsüber ist Bubu grad der liebste kleine Mensch der Welt. Er scheint seine Trotzphasen komplett in die Nacht verschoben zu haben. Das fängt beim Einschlafen an. Es dauert abends bis zu einer Stunde, bis er eingeschlafen ist. Großer Protest begleitet das Ausschalten des Lichts, alle Tricks und Rituale die wir eingeübt hatten, sind hinfällig. Meist ist man danach so erschlagen, dass man direkt mit ins Bett gehen will. Leider klappt das mit zwei Fulltime-Jobs häufig nicht, der Abend ist fest eingeplant, noch bisschen was zu schaffen.

Nachts dann der zweite Akt. Irgendwann zwischen eins und drei wird Bubu wach und braucht unbedingt eine Milch. Eigentlich waren wir der Meinung, ihm das längst abgewöhnt zu haben. Um ganz sicher zu sein, versuchen wir jetzt, das auch durchzuziehen. Nicht so leicht, wenn das Kind schreit, du selbst todmüde bist und du wüsstest, dass das Drama recht leicht zu beenden wäre. Aber dann sitzen wir wahrscheinlich in Jahren noch nachts an seinem Bett und machen Flaschen. Die eindringliche Empfehlung der Kinder- und Zahnärzte, nachts unbedingt keine Milch zu geben, ganz zu verschweigen.

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Was mich zusätzlich beschäftigt, dass aus irgendeinem Grund grad eine totale Papa-Ablehnung einsetzt. Sobald es dunkel ist. Und nur dann. Falls meine Frau da ist, darf nur Sie ihn ins Bett bringen. Schlagen, treten, beißen und 20min Geschrei am Stück sind die Folge, wenn Papa doch mal sein Glück versucht. Mach ich halt trotzdem. Nun sitz ich also im Zug, Kratzer im Gesicht und todmüde. Bis 5 hätte ich schlafen können. Um drei war Bubu wach. Also war ich es auch. Als er kurz nach 4 wieder eingeschlafen ist, konnte ich das natürlich nicht gleich wieder. Kurz vorm Wecker bin ich dann doch weggeduselt, hab noch geträumt, dass ich den Zug verpass und bin völlig verpeilt wieder aufgestanden.

Aber ihr wisst ja. Es ist alles eine Phase. Die guten Zeiten wie die schlechten. Was in guten Zeiten wie eine Drohung klingt, ist in den schlechten Hoffnung und Ansporn zugleich. Noch ein bisschen durchhalten, noch was neues ausprobieren. Irgendwann schläft das Kind einfach wieder durch. Und keiner weiß warum.

Habt einen guten Start in die Woche,

Euer Falk

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