Zum Muttertag

Heut geht es auch hier nur um Mütter. Zuallerst um meine Mutter und um die Mutter meines Sohnes, meine Ehefrau. Beide sind grosse Vorbilder für mich, wie ich als Vater gern sein möchte.

Ich bin im Osten sozialisiert und aufgewachsen. Es war völlig normal, dass Mütter frühzeitig wieder arbeiten gehen, meist in Vollzeit. Das Arbeitsleben war nie so stressig wie wir es uns aktuell machen, aber 40h waren schon die Norm.

Auch nach der Wende hat meine Mutter immer gearbeitet, während unserer kompletten Schulzeit. Die Strukturen haben das gut aufgefangen. Betreuung nach der Schule und draussen spielen „bis es dunkel wird“, war das normalste der Welt.

In meiner Erinnerung hat meine Mutter niemals einen Zweifel gelassen, dass sie uns über alles liebt und immer für uns da ist. Das war das wichtigste und das einzige was gezählt hat. Viel mehr muss man einem Kind nicht mitgeben, egal ob man arm oder reich ist, ob man arbeitet oder als Mutter zuhause bleibt.

Meine Ehefrau schafft das gleiche. Sie kann Bubu jederzeit vermitteln, dass er das wichtigste auf der Welt ist und trotzdem eine berufstätige und vielseitig interessierte Frau sein.

Sie ist immer in der Lage, auch in stressigsten Situationen, mehrere Bälle in der Luft zu halten und insbesondere gegenüber Bubu extrem ruhig aufzutreten und ihm zu vermitteln, dass alles gut ist. Ich hab dann öfter schon Schnappatmung und werd direkt mit beruhigt. Sie ist die beste Mutter, die es für Bubu geben kann.

Sagt Euren Müttern und den Müttern Eurer Kinder „Danke“, nicht nur heute. Immer wieder.

Alle Mütter dieser Welt machen einen Job, der nicht bezahlt und oft nur einmal im Jahr wertgeschätzt wird – nämlich heute. Aber Mutterschaft (genau wie Vaterschaft) ist in meinen Augen nicht Selbstaufgabe. Jeder von uns kann ihnen beistehen. Alle von uns Vätern können etwas dafür tun, dass Mütter Zeit für sich bekommen, abschalten können und die Kinder mal Kinder sein lassen. Das ist keine neue Erfindung, mein Vater hat das vor 35 Jahren auch gemacht.

Fasst an, fragt nach, seid für Eure Kinder da. Die Mütter werden es Euch danken, Eure Kinder sowieso.

Danke Mama, danke Cookie. Ich liebe Euch.

Euer Falk

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