Alles neu macht der Juli

Ich hatte es ja bereits angekündigt. Es werden sich für mich beruflich einige Dinge ändern. Ich habe meinen Job gekündigt und war schon letzte Woche zum letzten Mal im Büro. Und jetzt?

Ich mache mich selbständig. Im gleichen Umfeld wie zuvor. Ich arbeite dann als freiberuflicher IT Berater in Projekten direkt für Kunden oder andere Beratungsfirmen.

Warum? Meine Firma war wunderbar. Ich hatte wundervolle Kollegen und ein sehr angenehmes Arbeitsklima. Meine Elternzeit war kein Problem, ich konnte mir meine Arbeit recht frei einteilen. Trotzdem habe ich seit einer Weile das Gefühl, diese Selbständigkeit, von der ich seit Jahren hin und wieder fabuliere, auch mal ausprobieren zu müssen.

Was ich mir davon erhoffe? Noch mehr Flexibilität und weniger Zwang zu reisen. Es mag blauäugig erscheinen, aber ich verspreche mir tatsächlich die Möglichkeit, mir selbst besser aussuchen zu können, in welchen Projekten ich mitarbeite und welche Projekte ich ablehne. Ich habe in den letzten Monaten und Jahren gemerkt, wie wenig ich bereit bin, Nächte in abgefuckten Hotels zu verbringen – anstelle meinen Sohn ins Bett zu bringen.

Ich möchte gleichzeitig weniger arbeiten. Nicht unbedingt jede Woche, aber über das Jahr verteilt. Mich interessieren so viele andere Dinge, für die ich kaum Zeit finde (zum Beispiel diesen Blog), dass ich gern variabel mal mehr, mal weniger arbeiten würde.

All das hoffe ich, in diesem neuen Job umsetzen zu können. Es mag elitär erscheinen, einen gut funktionierenden Job wegzuwerfen, um einfach mal etwas auszuprobieren. Aber aus dem ein oder anderen Blog, auch aus dem wunderbaren Podcast „Work is not a Kinderspiel“ von zwei selbständige Müttern (Katarina und Sandra), konnte ich durchaus Bestätigung für meine Ideen und mein Vorhaben finden.

Die Konstellation mit zwei Vollzeit arbeitenden Eltern schlaucht uns durchaus und macht manchen Kompromiss nötig. Ein variabel zu regulierende Arbeitszeit in eigener Verantwortung, eine Flexi-Teilzeit, könnte ein guter Anfang sein.

Und nun? Bisher lässt sich das ganze gut an. Ich habe zwei Rahmenverträge mit zwei verschiedenen Beratungsfirmen abgeschlossen, die mich in Projekten einsetzen wollen. Das technische Setup steht (fast) und organisatorisch ist auch alles auf dem Weg.

Jetzt bleibt nur die größte Herausforderung: Selbstausbeutung vermeiden und versuchen, nicht dem Geld hinterher zu laufen. Ich werde in loser Folge berichten, wie es mir mit der Selbständigkeit geht und was das mit unserem Familiensetup macht.

In diesem Sinne:

7aus7-1088
Das ist hier die Frage.

Schönes Wochenende und passt auf Euch auf,

Euer Falk

PS: Falls ihr konkrete Fragen und Anregungen habt, meldet Euch gern bei mir oder kommentiert im Blog, bei Facebook, bei Instagram.

 

 

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