Marokko mit Kind – ein Roadtrip in 11 Tagen – Teil 2

Essaouira

Die Fahrt nach Essauoira ist völlig unkompliziert. Meist vierspurige Straßen, immer Asphalt (ja, das kann schon mal ein Thema werden), kaum auf und ab, einfach zu finden. Das Highlight kommt etwa 50km vor Essauoira. Am Strassenrand findet man eines der meistfotografierten Motive, welches Postkarten und viele Reiseführer schmückt. Ziegen, die mitten auf einem Arganbaum stehen.

Keine Ahnung, warum gerade da, angeblich sind Arganbäume, die einzigen, auf die Ziegen klettern. Der Hirte macht auf jeden Fall den Reibach seines Lebens mit Touristen, die anhalten und Fotos machen. Was soll ich sagen, voila:

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Q.e.d: Ziegen auf Baum

In Essaouira waren wir in einem Airbnb, das einzige mal auf unserer Reise. Wir wollten das Auto nah haben und so ziemlich alle Hotels sind in der nur zu Fuß zugänglichen Altstadt. Die Wohnung war groß genug für 4-5 Leute und hatte eine fantastische Dachterrasse, zum Meer sind es 3min zu Fuß. Im Erdgeschoss ist ein ziemlich guter Italiener, da diesem auch die Wohnung gehört gibt es Rabatt auf Pizza & Pasta.

Essaouira ist DER Hotspot zum (Kite-)Surfen in Marokko. Der Wind steigert sich immer über den Mittag und am Nachmittag sind dann perfekte Bedingungen – zum Kiten. Kleine Kinder muss man am Strand dann schon mal festhalten, dass sie nicht wegfliegen.

Man kann viele Sachen am Strand unternehmen, Quadtouren, Kamele und Pferde reiten, oder eben im Wasser den Wind nutzen oder sich einfach in die Wellen stürzen. Es ist auf jeden Fall genug Platz für alle. Wir sind einfach spazieren gewesen, haben im Sand gebuddelt und nachmittags zugeschaut, wie der Wind kleine Dünen auf- und abgebaut hat.

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Life is better at the beach

Die Altstadt selbst liegt nur 10 min Fußweg vom Strand entfernt und schließt sich direkt an den äußerst charmanten Hafen an. Dort geht man am besten am Vormittag vorbei, wenn die Schiffe wieder reinkommen, die Möwen über die Reste herfallen, die Katzen mitmischen und der Rest direkt am Kai verkauft wird. Ein sehr schönes, echtes Fleckchen. Sehr instagram-tauglich!

In der Medina selbst gibt es viele Restaurants, viele kleine Läden und einen wunderschönen Ausblick auf das offene Meer von der kanonenbesetzten kleinen Festung am nördlichen Zipfel.

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Bubu Münchhausen kurz vorm Abflug

Hier wäre ich am Ende gern noch einen Tag länger geblieben, aber irgendwie ist so ein Roadtrip natürlich immer auch ein Kompromiss. Also ging es am nächsten Tag weiter.

Agadir

Die Fahrt nach Agadir dauert 2-3h und ist ebenfalls entspannt. Agadir selbst kann man sich eigentlich klemmen. Die Stadt wurde 1960 von einem Erdbeben zerstört und versprüht den Charme eines ungesäuberten Bahnhofsklos. Warum wir hier waren? Pool und Strand ohne Wind und einfach bisschen ausruhen in einem guten Hotel.

Wir hatten uns tatsächlich in ein 5-Sterne-Hotel eingekauft, in der Nebensaison geht das durchaus. Poolanlage, helfende Hände an jeder Ecke, Abendessen auf dem Zimmer und nur ein paar Schritte zum Meer waren dann auch wirklich entspannend.

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Die „Altstadt“ von Agadir

Was kann man in Agadir machen? Wir waren im Crocopark, das ist ein kleiner Zoo etwas außerhalb, der wirklich nett gemacht ist. Außerdem waren wir noch in einem kleinen Privatpark, wo ein Geschäftsmann die zerstörte Altstadt von Agadir ziemlich hübsch wieder aufgebaut hat – großer Spielplatz inklusive.

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Hanging around.
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Warten aufs Mittagessen.

Die Fahrt mit der Bimmelbahn mochte Bubu sehr gern, ich würde sie nicht noch mal machen. Man sieht nix außer nervigen deutschen Touristen – da kann ich auch in den Spiegel schauen.

Also haben wir viel Zeit am Pool verbracht. Bubu hat gelernt, reinzuspringen – ich hab gelernt, dass Waffeln am Pool noch besser schmecken, als ohnehin schon. Nach drei Tagen waren wir alle bisschen traurig, diese Oase zu verlassen. Aber die größten Abenteuer standen noch bevor.

Diese gibt es im nächsten Teil zu lesen.

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